Ärzte, die mir eine falsche Diagnose stellten

Binge Eating

Was stimmt nicht mit mir? Warum können alle um mich herum normal essen, nur ich nicht? Meine erste Diät habe ich mit dreizehn Jahren gestartet. Mensch, war das toll. Weniger essen, Komplimente einsacken fürs „neue“ Aussehen und stolz auf sich sein so eine Disziplin an den Tag legen zu können. Meine Diätgeschichte habe ich detaillierter im Artikel „Warum mich die vegane High Carb Ernährung gerettet hat“ ausgeschmückt.

So schnell wie das Gewicht runter ging, so schnell ging das Gewicht leider wieder rauf. Ich verstand nicht wieso. Alles war umsonst. *Heul*. *Kotz*.

 

Ärzte, die mir eine falsche Diagnose stellten

Irgendwann war ich so müde von diesem Diät-Kreislauf und holte mir Rat von verschiedenen Ärzten. Als die nicht helfen konnten, holte ich mir vor lauter Verzweiflung dann schließlich Rat von Therapeuten. Es hieß immer es sei ein seelisches Problem, warum ich Fressattacken habe, sprich eine „Binge Eating Disorder“. Ja klar ihr Trottel, wenn man so einen Kreislauf durchlebt und müde davon ist, DANN leidet die Seele. Das hätte ich euch auch sagen können. ABER, meine Seele litt erst nachdem das Ganze mit den Diäten anfing, nicht vorher. Vielleicht lag hier möglicherweise das Problem?

In meiner Krankenakte steht jetzt, dass ich eine Essstörung hatte. Das ist eine Lüge. Das klingt witzig, ich kann darüber heute schmunzeln, statte ihnen sowieso nur selten einen Besuch ab, aber ich habe 13 Jahre an Lebensqualität einbüßen müssen. Menschen machen Fehler, auch Ärzte. Das ist mir klar, aber es war nicht nur ein Arzt, sondern mindestens fünf. Darunter drei Psychologen. Da frage ich mich wirklich, ob die Ausbildung vielleicht ausbaufähig ist? Liebe Ärzte, Unis und was auch immer Teil der Schuldmedizin ist, es heißt zwar Schulmedizin was ihr da verübt und lehrt, aber wir sind nicht mehr in der Grundschule. Eins plus eins gleich Ibuprofen. Deine Oma.

 

Was ist eine Binge Eating Disorder

Du kennst das bestimmt, du bist krank und fragst erstmal Dr. Google was Sache ist. Genau so habe ich damals recherchiert warum ich so krasse Fressttacken hatte. Während meiner Recherche bin ich immer wieder über den Begriff Binge Eating Disorder (BED) gestoßen. Bei den Symptomen stand immer folgendes:

Sie haben eine Binge Eating Disorder, wenn sie folgende Kriterien erfüllen:

  1. Sie essen sehr schnell während einer Binge Episode
  2. Sie verstecken oder horten das Essen
  3. Sie essen alleine, weil es Ihnen peinlich ist vor anderen Menschen so große Mengen zu verschlingen
  4. Sie fühlen sich schuldig und ekelhaft nach einem Essanfall
  5. Sie kürzen die Kalorien nach einem Essanfall und können dennoch kein Gewicht verlieren
  6. Sie essen weiter, obwohl sie nicht mehr hungrig sind
  7. Sie fühlen sich außer Kontrolle, wenn sie essen

….

Wenn sie drei der folgenden Kriterien erfüllen, dann haben Sie womöglich eine Binge Eating Disorder.

Uiiii. Klar, findet man sich in einen der Kriterien wieder. Wie sollte es denn auch anders sein, wenn einem gefühlt ALLE sagen als Frau dürfe man nicht mehr als 1500 Kalorien essen. Nicht ein Arzt oder Psychologe hat mich gefragt was und wie viel ich esse, wie viel Sport ich mache usw. Ich habe jahrelang mehr Energie verbraucht als ich zu mir genommen habe. So einfach war die Lösung. Zehn Jahre studiert, aber solch simples Grundbedürfnis, wie genug Essen, wird außer Acht gelassen. Stattdessen haben sie mich als eine Binge Eating Disorder abgestempelt. Klingt ja auch besser als „du musst mehr Kohlenhydrate essen“.

Bei einer Essstörung denkt man in der Regel an Menschen, die entweder extrem dünn oder dick sind. Es spielt keine Rolle. Man kann zu wenig essen, wenn man untergewichtig, normalgewichtig oder übergewichtig ist. Ich kenne genug Frauen in meinem Umfeld, die regelmäßig zu wenig essen und der Körper das einfordert was ihm verwehrt wird in Form von Fressattacken. Es ist normal, wenn das Nutella-Glas in einem Zug geknallt wird. Diese Frauen haben durch diesen Hunger-Fress-Kreislauf über die Jahre zugenommen.

Vor ein paar Jahren wurden Cheatdays bekannt. Während der Woche streng Diät halten und an einem Tag in der Woche darf man essen was man möchte. Klingt toll und deswegen habe ich das auch mal für zwei Monate ausprobiert und drei Kilo zugenommen. Wohlgemerkt, habe ich während der Woche streng eine Low Carb Diät geführt und viel Sport gemacht. Ich kenne Frauen, die dadurch innerhalb eines Jahres über 30 kg zugenommen haben. Das ist ganz simpel warum das passiert. Das hat nichts mit Genen, Binge Eating oder dergleichen zu tun. An einem solchen Cheatday ist es normal mal eben 10.000 Kalorien zu essen. Somit erlangt man über die Wochen und Monate einem Energieüberschuss. Zu viel Energie führt meistens zur Zunahme. Deswegen halte ich absolut nichts von Cheatdays. Ich esse mich jeden Tag satt und hin und wieder esse ich auch mal „Spaßessen“, also eher ungesunde Sachen.

Tatsächlich ist eine Binge Eating Disorder nicht nur das, was in den o.g. Kriteiren steht. Menschen mit einer BED kriegen diese nicht „einfach so“ nach einer Diät, Kalorienrestriktion etc, sondern haben es seid ihrer Kindheit. Meistens Kinder, die unter Übergewicht leiden und aufgrund dessen auf eine Diät – gegen IHREN Willen – gesetzt werden. Studien haben erwiesen, dass eine BED meistens nicht isoliert betrachtet werden kann, sondern mit anderen psychischen Störungen verbunden ist, wie z.B. Persönlichkeitsstörung, Bipolare Störung, Kleptomanie, Dysmorphophobie, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch und anderen Störungen*.

Ich wusste es nicht besser durch was für eine Hölle ich meinen Körper jagte und Ärzte und Therapeuten anscheinend auch nicht. Ich hab mich immer missverstanden gefühlt. Ständig wurde nach irgendwelchen psychischen Problemen bei mir geforscht und tief in mir drinnen wusste ich die ganze Zeit, dass sie auf der falschen Fährte waren. Ich wusste nur nicht was es war. Dank Youtube und vielen anderen Leidensgenossen, die ihren Weg öffentlich geteilt haben, kam auch ich auf die Lösung des Problems. Mehr essen und insbesondere mehr Kohlenhydrate. Bei der Mehrheit der Menschen ist es keine psychologische Geschichte, sondern ganz einfach: Hunger! Du kannst nicht über Monate und Jahre Low Carb machen, Kalorien reduzieren und erwarten, dass alles gut wird.

 

Ärzte + ich = Liebe

Es klingt so als stehe ich Ärzten eher skeptisch gegenüber. Das tue ich definitiv (obwohl, Chirurgen gehen noch klar). Da vertraue ich eher dem orientalischen Teppichhändler, der mir ein Edelstück andrehen will. Bis jetzt wurde nie wirklich auf meine Probleme eingegangen. Ein Hoch aufs Internet, es ist nicht immer nur böse. Dank des Internets konnte ich auf eigene Faust handeln. Kennst du dass, wenn man beim Arzt wie Massenware behandelt wird? Man wartet stundenlang im Wartezimmer, um dann Ibuprofen oder Eisentabellten verschrieben zu bekommen, die man dann auch noch selber zahlen darf? Krankenkasse? Aimer, ab in die Tonne und so…
Aus diesem Grund habe ich viele gesundheitliche Probleme selber kuriert. Ich dachte in meinem BWL-Studium lerne ich viel Unfug, aber im Medizin-Studium ist es nicht anders. Dieses Ärzte-Götter-Getue geht mir auf den Sack. Es gibt mit Sicherheit Ärzte, die es besser wissen und können, aber ich kam nicht in den Genuss diese Ärzte zu treffen. Mit kompetenten Ärzten ist es wie mit Friseuren, nur die wenigsten können tatsächlich das Handwerk Haare schneiden beherrschen. Ein Diplom ist keine Freikarte allwissen zu sein.

 

Warum ich nie eine Binge Eating Disorder hatte

Kein Arzt oder Psychologe konnte mir helfen. Das weißt du nun. Die Lösung für mein Problem war so einfach, zu einfach womöglich. Ärzte haben scheinbar zu lange studiert, dass keiner von ihnen auf die Idee kam, dass es vielleicht daran liegen könnte, dass ich seit meinem dreizehnten Lebensjahr zu wenig gegessen habe? Ich sah nicht mager aus, um sich diese Frage zu stellen. Erst als ich im letzten Jahr auf die vegane High Carb Ernährung gewechselt bin, fand ich plötzlich tausende von Menschen, die exakt das gleiche durchgemacht haben wie ich. Jeder von ihnen sagte mir kurz und knackig: du musst wesentlich mehr essen, vor allem Kohlenhydrate. Die sind der Schlüssel, auch wenn sie fälschlicherweise immer als Dickmacher deklariert wurden. Mehr Kohlenhydrate und dann hast du keine Fressanfälle mehr. Und genau so war es auch. Ich fing an täglich fast das Doppelte zu Essen als früher und von dem Tag an hatte ich keine Fressattacken mehr.

 

Eine Diät ist wie ein Aufenthalt auf einer einsamen Insel

Wenn man eine Diät absolviert, dann bringt man den Körper in eine Notsituation. Das geht eine Zeit lang gut und irgendwann holt der Körper sich alles zurück in Form von Fressattacken. Stell es dir folgendermaßen vor: Du bist über Wochen, Monate oder sogar Jahre auf einer Insel (Diät). Du isst zwar jeden Tag, aber nicht genug, weil es dort nicht genug Nahrung auf der Insel gibt. Irgendwann wirst du gerettet und deine Familie bereitet ein Buffet für dich vor und freut sich, dass du wieder da bist. Das Erste was du machst ist essen. Essen, essen und nochmal esssen. Du kriegst nicht genug, denn schließlich hast du zu wenig Nahrung auf der Insel gefunden. Die ersten Wochen und Monate wirst du sehr viel essen und deine Familie animiert dich sogar dazu, weil sie genau wissen, dass du auf der Insel hungern musstest. Kein Mensch denkt du hättest keine Disziplin oder dergleichen, sie denken nur an dein Wohl und deine Gesundheit. Sie stellen sicher, dass du nicht mehr hungern musst. Das gleiche passiert mit einer Diät. Doch da wird man schnell abgestempelt keine Disziplin zu haben. Man fühlt sich schuldig, wenn man sich überfrisst. Der Mensch von der Insel fühlt sich alles andere als schuldig, wenn er zu Hause angekommen das Buffet leerräumt.

Zu wenig Essen bedeutet meistens auch nicht genug Nährstoffe. Der Körper ist intelligent und versucht durch diese Notsituation (Diät) so gut es geht ans Überleben zu denken. Das macht er folgendermaßen: man kriegt extreme, unkontrollierbare Gelüste auf Lebensmittel, die eine sehr hohe Kaloriendichte, bei gleichzeitig niedrigen Volumen aufweisen. Das ist nichts anderes als Schokolade, Chips, Brot, Nudeln usw. Aber warum will unser Körper in dem Moment keinen Salat? Ganz einfach: es dauert viel länger einen großen Salat zu essen, als eine Hand voll Chips. Unser Körper denkt einfach ans Überleben. Es muss schnell gehen, deswegen sucht er sich Lebensmittel aus, die eine sehr hohe Kaloriendichte aufweisen, um ganz schnell an Energie zu kommen. Vergiss nicht, es geht ihm nur ums Überleben.

 

Extreme Hunger vs. Binge Eating

Dieses Phänomen nennt man „Extreme Hunger“ und NICHT Binge Eating. Das wird so oft falsch diagnostiziert und die Betroffenen sind noch deprimierter, weil sie denken sie seien psychisch krank. Das ist ein Teufelskreislauf.
Das Problem an der Fehldiagnose Binge Eating Disorder? Die Betroffenen kürzen während der Woche immer weiter wie bisher (meistens) unbewusst Kalorien und enden in Fressanfällen. Sie haben verlernt auf ihr natürliches Hungergefühl zu hören und essen meistens zu wenig. Nach ein paar Tagen folgt dann der Fressanfall. Der Teufelskreislauf nimmt kein Ende. Die Lebensqualität sinkt von Jahr zu Jahr. Vor allem führte es bei mir auch dazu, dass ich damals keine Menstruation hatte oder nur alle Jubeljahre. Mein Körper bekam über Jahre nicht genug Nährstoffe, damit die Hormone normal funktionieren konnten. Die Ärzte haben es sich einfach gemacht und mir dann einfach die Pille verschrieben. Da fing eine weitere Baustelle an. Warum du die Pille NIEMALS nehmen solltest, kannst du im Artikel „Pille: die Hormonfalle“ nachlesen.

Und nochmal: es spielt keine Rolle ob du unter-, normal- oder übergewichtig bist. Du kannst extremen Hunger erleiden und weiterhin keine Menstruation mehr haben. Auch übergewichtige Frauen können dauerhaft zu wenig essen und dadurch keine Menstruation mehr kriegen. Es ist sehr wichtig, dass eine Frau diese regelmäßig bekommt. Tut sie es nicht, kann es schon in jungen Jahren u.a. zu Osteoporose und Unfruchtbarkeit. Weiterhin spiegelt es die Gesundheit der Frau wieder. Dazu bald mehr in einem separaten Artikel.

 

AHA-Moment und aimer Brötchen aus Eimer

Diese Erkenntnis mit dem „Extremen Hunger“ war für mich so ein krasser AHA-Moment in meinem Leben. So viele Menschen machen das gleich durch. Es betrifft lange nicht mehr nur Frauen, sondern auch Männer. Es ist in unserer Gesellschaft jedoch peinlich und nicht männlich es zuzugeben. Ich kenne Männer in einem von mir besuchten Fitnessstudio, die das gleiche durchmachen, nur unter einem anderen Deckmantel. Sie machen wie irre Sport und achten penibel darauf was sie essen und dann folgt der „erlaubte“ Cheatday. Bei manchen geht das gut, aber andere heulen, weil das Pfefferkorn nicht mehr in ihre Makronährstoffe passt. Mist.

Ich weiß noch, wie ich damals auf einer Party vertrocknete Brötchen heimlich aus der Mülltonne gefischt habe. Es gab nämlich nur Fleisch und ich gierte wie irre nach Kohlenhydraten. Man nannte mich auch den Carb-Junky. Ich wusste schon immer, dass in mir ein Geheimagent steckt, nur so konnte ich graziös und unbemerkt die guten Schrippen aus der Tonne fischen. Ablenkungsmanöver aka Ju Bond Carb. Bei Fressanfällen waren es immer die Kohlenhydrate auf die ich geil war. Wenn man in diesem Fressanfall-Diät-Kreislauf steckt, erzählt man ungern: „du hör mal Günther, ich hatte so krass Hunger und hab die vertrockneten Brötchen aus deiner Mülltonne gefischt. Ich hoffe das ging klar? Du sagst doch immer, fühl dich wie zu Hause.“ Also lieber Leser, ich hab alle Register in der Kategorie Scham gezogen. Verstehst du jetzt was der Körper macht, wenn er Hunger hat und ans Überleben denkt? Ich war auf einer einsamen Insel wo es kaum Nahrung gab und da möchte ich nie wieder hin.

Wenn du jemals in deinem Leben Kalorien reduziert hast und Fressanfälle hattest, dann bist du ein Kandidat für „Extremen Hunger“. Ich rede nicht von mal auf einer Feier zu viel gegessen.
Kalorien verbrennen kann man auch in Form von Sport. Du isst zwar viel, aber du verbrennst gleichzeitig beim Sport sehr viel, dann kommst du in ein Energiedefizit. Auch das kann in Fressattacken enden und das ist ganz normal. Lösung dafür: mehr essen! So einfach ist das. Das kann dir keiner abnehmen. Besonders Kohlenhydrate sind der Schlüssel für den Erfolg keine Fressanfälle mehr zu haben. Unser Körper funktioniert durch nichts anderes als Glucose (=Kohlenhydrate) und das können wir ihm nicht dauerhaft verwehren, wenn es seine Bestimmung ist diese zu kriegen. Du musst einfach zusehen genug zu essen. Wenn du kein Hunger hast, dann musst du dich anfangs halt mal überwinden zu essen.

Anfangs wird es schwieriger sein, weil man sich erst daran gewöhnen muss mehr zu essen. Wirst du zunehmen? Wahrscheinlich schon. Das ist ja auch kein Wunder. Du hast immer zu wenig gegessen und jetzt wieder „normal“. Die Zunahme ist jedoch meistens nur temporär und das Gewicht pendelt sich auf ein gesundes Maß wieder ein. Ich spreche aus Erfahrung. Mein Gewicht ist sogar weniger als zu Zeiten wo ich regelmäßig Diät gemacht habe und Fressattacken hatte.

 

Der Weg da raus

Nun ernähre ich mich schon seit fast zwei Jahren high carb, sprich der größte Teil meiner Nahrung kommt von Kohlenhydraten. Seit dem ersten Tag an hatte ich nie wieder eine Fressattacke. Von Carbs verweht. Zufall? Nein, der Körper denkt, funktioniert und arbeitet durch Glucose und das ist nichts anderes als Kohlenhydrate. Dein Gehirn und dein Körper können nicht richtig funktionieren, wenn du die Kohlenhydrate reduzierst. Die Fressattacken sind nur eine Art Überlebensfunktion des Körpers, wenn er nicht genug Kohlenhydrate bekommt.

Mache NIE eine Diät, vor allem nicht Low Carb. Hör nicht darauf was Menschen in deinem Umfeld sagen. Sei nicht neidisch, wenn sie abnehmen. Alle in meinem Umfeld, die eine Low Carb Diät gemacht haben, haben das Gewicht irgendwann wieder drauf gehabt oder sogar mehr. Ich kenne kaum Menschen, bei denen die Diät langfristig geklappt hat. Hinterfrag mal, ob daran etwas falsch sein könnte und nicht was an dir falsch sein könnte. Du kannst den Körper nicht reinlegen, er holt sich sowieso früher oder später was er braucht. Ernähre dich kohlenhydratreich und du wirst mehr Spaß am Sport haben (Kohlenhydrate = mehr Energie) und auf lange Sicht wirst du abnehmen. Der Beweis: Vorher Nachher Abnahme High Carb

So, und ich gehe jetzt meine selbst gebackenen Brötchen genießen, die ich Gott sei Dank aus keiner Männer-WG-Ekel-Tonne mehr fischen muss. Ein Hoch auf Teigwaren. Ich liebe Teig oder auch aimer Teig aus Eimern.

Ach ja, eine Krankheit habe ich gewiss, ich habe eine Binge Watching Störung.

P.S.: Du machst grad eine ähnliche Situation durch? Hast es satt auf Dauer-Diät zu sein, eine Essstörung oder dergleichen? Dann schau mal unter meinen Ernährungstipps, Rezepten und was ich an einem Tag esse für mehr Informationen zur High Carb Ernährung. Falls du noch weitere Fragen hast oder Hilfe brauchst, schreib mir!

 

Quellen

* Westerburg DP, Waitz M (November–December 2013). „Binge-eating disorder“. Osteopathic

Family Physician 5 (6): 230–33. doi:10.1016/j.osfp.2013.06.003.

Thanks for the buns and all-silhouettes.com

Kommentare (6)

  1. Nina Weigelt

    Hi, es tut mir leid, dass du solche Erfahrungen in der Therapie gemacht hast. Allerdings ist es bei jeder Behandlung von Binge eating üblich, die Kohlenhydrate zu steigern um Essattacken zu vermeiden, daher wundert es mich sehr, dass dir das nicht gesagt wurde. Die meisten Binger essen nämlich viel zu wenig Kohlenhydrate, und aufgrund der Mangelernährung kommt es zu Essattacken.

    • Hi Nina,
      danke 🙂
      Jetzt wundere ich mich auch wie man solch simple Tatsache außer Acht gelassen hat. Psyhchologen/Therapeuten haben die Aufgabe sich relemäßig weiterzubilden und wahrscheinlich bin ich an die geraten, die es nicht getan haben 😀 Na ja, am Ende hab ich dann Gott sei Dank selber die Lösung gefunden.
      Liebe Grüße
      Ju

  2. Hi Ju,
    ich wollte dir mal ein ganz grosses Kompliment hinterlassen!!!!! KOMPLIMENT!!!! 😉
    Kurz zu mir. Bin 42 Jahre, sehr übergewichtig (131 Kg bei 1,80 m), wohne in Berlin und lebe seit Januar vegan.
    Viele deiner Artikel (gerade dieser) bewegen mich sehr und spricht mir aus vollster Seele.
    Ich habe mit 14 meine 1.Diät gemacht und seit dem bin ich verloren im Diätwahnsinn.
    Unbewusst zählte ich immer wieder (auch ausserhalb einer Diät) meine Kalorien/Punkte/etc.
    Ich hatte ständig Hunger, war den ganzen Tag nur am überlegen, was ich mir Abends zu essen mache.
    Um dann wieder nur ein kalorienarmes Gericht mit viel Eiweiß + wenig Kohlehydrate zu essen.
    Das ich damit nicht dauerhaft Erfolg hatte, kann man sich sicherlich vorstellen.
    Nun kam vor 15 Jahren auch noch eine Autoimmunkrankheit (systemische Sklerose) dazu.
    Wo ich teilweise Cortison nehmen musste, was meiner Psyche und somit meinem Gewicht nicht gut tat.
    Nun sollte ich letztes Jahr (wegen neuer Schübe) dauerhaft Cortison nehmen…..was mir aber nicht behagte!
    Also durchforstete ich das Internet und fand die Lösung meines Problems „Vegane Ernährung“.
    Da diese (rheumatische) Erkrankung evtl auch zu den Eiweißspeicherkrankheiten gehört…….
    So bin ich seit Januar vegan und nahm auch noch unbewusst 10 Kg ab, leider kamen die wieder drauf,
    weil ich zuviele Nüsse, Fette, Sojagedöns ass.
    Lange Rede….ich bin in einem Forum auf HCLF gestolpert und im Zuge des stöberns im Internet auf deine Seite gestossen und seit dem fleissige Leserin!
    Deine Tips, was man bei der Starch Solution falsch machen kann bzw um bessere Ergebnisse zu erzielen, waren nur ein Punkt, der mir hilft weiter meinen Weg zu gehen.
    Vorallem der Artikel vom 26.10. „Was ich während der HC Abnahme esse-Monotonie“ hat bei mir nochmal „klick“ gemacht.
    Habe ich doch krampfhaft versucht möglich vielseitig und abwechslungsreich zu essen, merkte aber schnell,
    das mich das überforderte.
    Dachte aber (auch so in verschiedene Foren gelesen) das muss so sein…..
    Da kam dein Artikel genau richtig und ich merkte schon beim lessen „ich bin nicht alleine“.
    Ich „liebe“ die Monotonie, vorallem in der Woche (wegen Arbeit etc) und nun bin ich wieder (diesmal ohne schlechtes Gewissen) in Essensmonotonie verfallen.
    Habe mir allerdings angewöhnt (durch dich) mein Frühstück von viel Obst, in Haferflocken mit ein bisl Obst zu ändern.
    Mich machten die vielen Obstgeschmacksrichtungen Morgens ganz kirre….
    Mittags essen ich Pellkartoffeln oben drauf kommt ein riesiger Salat mit fettfreiem Kartoffeldressing.
    Abends ne Suppe, ähnlich wie bei dir…Suppengrün, aufgepimpt mit Gemüse der Saison + Kartoffeln.
    Am WE nehme ich mir dann die Zeit (und da habe ich auch Lust) meinen Speiseplan abwechslungsreicher zu gestalten.
    Nun habe ich dich vollgespamt, Sorry. Aber ich musste dir mal schreiben, das du meine „heimliche“ Retterin bist.
    Bin ich schlecht drauf, lese ich deinen Blog und fühle mich verbunden und motiviert 🙂
    Dein neuster Artikel hat mich übrigens zum schmunzel gebracht, auch wenn es eigentlich traurig ist.
    Bei mir hat sich allerdings die Freundeanzahl nicht durch die vegane Ernährung geändert, sondern durch meine direkt Art, da viele Menschen einfach die Wahrheit nicht hören wollen.
    Daher bin ich „unbequem“ geworden.
    Und da trifft man sich wieder, du bist halt für die Leute durch dein Vorleben „unbequem“, weil sie sehen das es eben auch ohne tierische Produkte geht.
    Und entweder sie machens dir gleich oder sie bekommen jedensmal, durch dich, ein schlechtes Gewissen.

    So ich werde mal jetzt zum Abschluss kommen.

    Ich hoffe noch viel von dir zu lessen, mach weiter so!!

    Liebe Grüße Mel

    • Liebe Mel,
      danke, danke, danke <3
      Mega dein Kommentar. Habe ihn sehr gerne gelesen und freue mich, dass meine Monotonie dir hilft 😀 Ich liebe die Monotonie auch, weil es perfekt für eine volle Woche ist. Man muss sich keine Gedanken machen was man wieder essen könnte, kochen, etc.

      Ich weiß wie schwierig es sein kann in all dem Wust an Informationen das Richtige zu tun. In diesen Ernährungsfragen vertraue ich Dr. McDougall und Dr. Lisle. Das sind meine Dons 😀 Die haben einfach schon soooo viele Patienten behandelt und sind quasi die ersten, die diese Art der Ernährung praktizieren.
      Ich hab auch sehr lange gebraucht bis es mit der Abnahme so richtig geklappt hat. Ich hab einfach auf zu viele Scharlatane gehört.

      Das tut mir Leid mit deiner Krankheit 🙁 Hoffe, aber, dass dir diese Ernährung damit hilft. Berichte auf jeden Fall mal wie du diesmal mit der Ernährung klarkommst und mit der Monotonie 😀

      Solche Kommenatre, die -> „made my day“.

      Danke dafür, liebe Mel!

      Ju

      P.S.: sollten spezielle Fragen aufkommen, dann kannst du mir auch gerne eine Mail schreiben 🙂

  3. Liebe Ju,
    Heute finde ich endlich Zeit dir zu schreiben 🙂
    Es freut mich sehr, das ich dir deinen Tag „versüßt“ habe, mit meinem Kommentar!

    Wie bereits geschrieben, habe ich ja eigentlich alle Diäten/Ernährungsumstellungen durch.
    Habe damit auch meistens gute Resultate erzielt. Alledings danach den typischen Jojo Effekt 🙁
    Und bin froh endlich mit HCLF die für mich richtige Ernährung gefunden zu haben.
    Ich habe schon immer RIESIGE Mengen Essen können, aber natürlich nur mit schlechten Gewissen.
    Teils dann auch heimlich, damit mich niemand blöd anschaut.
    Das ist doch total krank. Mittlerweile stören mich die Blicke nicht mehr, soll man doch denken was man will.
    Die stecken nicht in meiner Haut und können sich auch nicht vorstellen wieso weshalb warum.
    Müssen sie ja auch nicht!
    Ich freue mich jedenfalls ohne schlechtes Gewissen mich satt essen zu können und auch endlich nicht mehr zu hungern.
    HCLF mache ich ja erst seit Oktober und fühle mich endlich angekommen.
    Durch deine Tips merke ich das ich es richitg mache und die Waage kann mich mal, sehe die Abnahme schon irgendwann an der Jeans.
    Die Monotonie die ich ja eh schon gerne ging, ist wieder „eingebaut“ und ich habe plötzlich wieder Lust zu kochen, auch in der Woche.
    So habe ich mir gestern spontan (durch dein HighCarbBurrito Rezept) einen Burrito mit den restl. Falafel vom WE gemacht *yammi
    Ich war gestern Abend sowas von satt *pppfffffff

    Das mit meiner Krankheit muss dir nicht leid tun 😉 gibt schlimmeres UND nun habe ich ja auch Erleichterung gefunden,
    Durch die vegane Ernährung. Bin schon auf die jährliche Untersuchung (Bluttest) gespannt, ob sich da was bemerkbar macht.

    Lieb von dir das ich dich bei speziellen Fragen anschreiben kann, da werde ich evtl mal auf dich zurück kommen 🙂

    Ansonsten lesen wir uns wieder!
    Mach weiter so!
    Liebe Grüße Mel

    p.s. falls du mich oder mein Werdegang näher verfolgen willst, du findest mich in einem
    kleinen veganen Forum vegpool. Wo ich jede Woche „meine“ Woche aufschreibe

    • Hi Mel,
      was meinst du was ich für Mengen verdrücke? Deswegen liebe ich HCLF. Ich mag große Portionen. Ein Hoch auf große Portionen und die Blicke.
      Definitiv lesen wir uns und wie schon geschrieben, schreib, wann immer du schreiben möchtest 🙂
      Ich freue mich auf jeden Fall von dir zu hören.
      Ich schau gleich mal bei vegpoo vorbei.
      Liebe Grüße
      Ju

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