Gesicht und Haare mit Seife waschen

natürliche Pflege für Haare und Gesicht

Selbst L’oréal wirbt mit dem Slogan „Weil ich es mir wert bin.“ Deine Haut und Haare sollten es dir auch Wert sein deine Pflegeroutine evtl. zu überdenken.
Früher hab ich alle möglichen Shampoos und Hautpflegeprodukte ausprobiert, die mit irgendeinem neuen versprechen warben. Meistens bekam ich davon trockene Haut und Schuppen.
Was die Pflege angeht, weniger ist mehr. Vor allem kommt es darauf an was du isst. Denn alles was reinkommt, kommt auch auf irgendeine Art wieder raus. Leidest du möglicherweise stark an Pickel oder fettiger Haut, liegt es u.a. an deinem Fett-Konsum. Zu viel davon lässt dein Gesicht und Haare wie eine Speckschwarte aussehen und ich nehme mal an, dass du das nicht möchtest. Wenn es der Fall ist, dann interessiert dich vielleicht was ich benutze.

Die erwähnten Produkte halten sehr lange, sind umweltfreundlich, freundlich zur Haut und vegan. Solltest du dir bis heute Chemiebomben ins Haar und Gesicht geklatscht haben, dann kann es erstmal ein paar Wochen dauern, bis sich deine Haut und Haare an die neue Art der Reinigung gewöhnen. Keine Sorge, deine Haut und Haare werden es dir danken und das neue Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.

Gesichtsreinigung

Morgens:
Hier benutze ich ein nasses Wattepad, mit dem ich mein Gesicht reinige. Anschließend wasche ich es mit lauwarmen Wasser ab und trockne es mit einem Kosmetiktuch ab. Das Wattepad sorgt dafür, dass überschüssiges Fett und Schmutz entfernt werden.

Abends:
Wenn ich Make-Up benutze, dann verwende ich einen feuchtes Mikrofaser-Pad von Jemako. Damit entferne ich das Make-Up. Die Pads lassen sich bei bis zu 60 °C waschen. Anschließend benutze ich sehr gerne Aleppo-Seife* oder die sehr milde Elfenbein-Seife (helle Seife links im Bild) von der Marke Manna. Danach entferne ich die aufgetragene Seife mit einem nassen Mullwaschlappen (links unten im Bild). Vier Stück sind für 3,99 € im DM (Baby-Abteilung) zu ergattern und lassen sich ebenfalls bei bis zu 90°C waschen.
Danach wasche ich das Gesicht mit lauwarmen Wasser ab und tupfe es mit einem Kosmetiktuch trocken. Vorsicht mit Handtüchern, da machen es sich Bakterien gerne bequem und hinterlassen gerne mal ein paar Pickel im Gesicht. Falls du eins benutzten möchtest, dann solltest du es mehrmals die Woche wechseln.
Im Winter, wenn die Haut zwischen Kälte und Heizung kämpfen muss, benutze ich auch gerne statt einer Seife, Kokosöl. Das spendet super Feuchtigkeit, wirkt antibakteriell und hilft auch gut bei Akne. Wichtig hierbei ist, dass du mit einem feuchten Mullwaschlappen das aufgetragene Öl entfernst, da überschüssiges Öl auf der Haut die Poren verstopfen kann und sich Pickel umso mehr freuen.
Wenn ich kein Make-up aufgetragen habe, dann benutze ich nur das Mikrofaser-Pad und wasche das Gesicht anschließend mit lauwarmen Wasser. Auch hier trockne ich es mit einem Kosmetiktuch ab. Statt der Pads, kannst du auch nur den Mullwaschlappen verwenden.

Haarreinigung

Seit dem ich High-Carb-Low-Fat bin, fetten meine Haare nicht so schnell nach. Ich wasche sie ca. alle 3-4 Tage. Ich habe sehr empfindliche Kopfhaut und kriege selbst von Schuppenshampoos Schuppen.
Ich benutze die Haarwaschseife von der Marke Manna, da sie für alle Haartypen geeignet und sehr mild ist. Selbst bei Neurodermitis geeignet. Ich seife meine Haare ganz normal mit der Seife ein, spüle sie mit Wasser aus und benutze anschließend eine Saure Rinse.
Diese ersetzt eine Spülung, ist allerdings viel günstiger und natürlicher. Für die Rinse verwende ich 1 Liter kaltes Wasser. Ich filtere es, da dass Wasser in meiner Region sehr kalkhaltig ist und sich der Kalk auf die Haare legt, was sie matt aussehen lässt.
In das Wasser gebe ich 1 EL Apfelessig. Die Mischung gebe ich mit einer Wasserflasche langsam über die Haare.
Wichtig, nicht ausspülen. Der Essiggeruch verfliegt sehr schnell. Die kalte Rinse sorgt dafür, dass sich die Schuppensicht der Haare schließt und sie schön glänzen.

Statt meiner Methode kannst du aber auch eine andere Haarseife oder Naturkosmetik-Shampoo benutzen. Mit dem Babyshampoo von Babylove (DM) habe ich auch sehr gute Erfahrungen gemacht. Wichtig bei der Wahl eines Shampoos ist, dass es vor allem keine Silikone und Sulfate enthält. Sulfate gehören zu den schärfste waschaktiven Substanzen. Diese sind u.a. Ammonium Lauryl Sulfate, Sodium Laureth Sulfate und Sodium Lauryl Sulfate.
Sie entfetten und trocknen die Haut aus. Vorsicht: Sulfate können auch natürlichen Ursprungs sein, aber haben meiner Meinung nach nichts in Naturkosmetik zu suchen. Diese stehen i.d.R. an zweiter oder dritter Stelle bei den Inhaltsstoffen und erkennt man an der Bezeichnung „XY Sulfate“.
Silikone, die in vielen Shampoos und Spülungen enthalten sind, legen sich wie ein dünner Film auf die Haare und Kopfhaut. Dadurch kann das Haar nicht mehr mit der benötigten Feuchtigkeit versorgt werden. Das Haar vertrocknet somit von innen heraus und das wollen wir ja nicht, denn unsere Haut und Haare lieben Feuchtigkeit.
Silikone enthalten i.d.R. die Endung „-cone“, wie z.B. Dimethicone“, „Cyclomethicone“, aber es gibt auch andere.
Ein Tipp am Rande: durch die Drogerie laufe ich meistens mit der Codecheck App durch die Gegend, damit ich von vornherein weiß, dass ich keinen Mist kaufe. Du scannst den Barcode des Produkts ein und die App verrät dir die bösen Inhaltsstoffe.

Ich wünsche dir viel Spaß beim ausprobieren und wie gesagt, deine Haut, Haare, Portemonnaie und Umwelt werden es lieben.

Erwähnte Produkte:
Jemako-Pads (-> kostenloser Versand)
Kokosöl
Mullwaschlappen
Apfelessig
Manna Haarwaschseife
Manna Elfenbein Gesichtsreinigungsseife
Aleppo-Seife*

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