Gründe für eine trockene Haut und die Lösung dafür

Gründe für eine trockene Haut und die Lösung dafür

Deine Haut spannt öfters? No use! Gehen wir das Ganze mal an und finden für dich die ultimative Lösung.
Ja ja, die gute alte Body Lotion…nicht! Ich benutzte so selten Creme bzw. Öl und ich dachte vielen geht es ähnlich. Ich war erstaunt als ich in meinem Umfeld mitbekommen habe, dass die meisten nicht ohne eine Lotion auskommen, da die Haut sonst zu trocken ist oder spannt.

Es gibt Menschen, die von Natur aus sehr robuste Leder- oder Babyhaut haben auch wenn sie damit nicht sehr sorgsam umgehen. Ausnahmen bestätigen ja bekannterweise die Regel. Falls du nicht zu dieser Personengruppe gehörst, dann könnten diese Lösungen und Pflegetipps helfen.

Gründe für eine trockene Haut inkl. Lösungsvorschlag

  1. Genug Trinken

    Das ist das erste was zu prüfen ist und für manche jedoch ein leidiges Thema. Trinken, trinken, trinken. Mindestens zwei Liter am Tag sollten es sein und ich fahre sogar besser mit 3-4 Liter. Wenn du Sport machst, sind zwei Liter meiner Meinung nach zu wenig. Damit geht es mir nicht gut und die Haut wird trockener.

  2. Falsches Essen

    Oft meinen wir, dass Ernährung nicht sooo eine große Rolle spielt bei dem was mit unserem Körper passiert. Die Haut ist das größte Organ unseres Körpers und spiegelt z.B. unseren Zustand wieder. Oft ist die Haut einfach dehydriert, da entweder zu wenig Wasser getrunken wird und/oder wir eine sehr „trockene“ Ernährung haben. Das heißt so viel wie: es wird nur sehr wenig Obst und Gemüse gegessen. Vergiss diese popelige Regel 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag. Mehr ist in diesem Fall mehr. Desto mehr davon, desto schöner die Haut.

  3. Kälte und Heizung

    Es ist Winter und du jumpst zwischen trockener Heizungsluft und Kälte hin und her. Das ist nicht so optimal für die Haut und diese muss ganz schön arbeiten, um den Feuchtigkeitshaushalt aufrecht zu erhalten. Da hilft es auch nicht immer genug zu trinken und sich richtig zu ernähren. Lösung? Kommt noch.

  4. Falsches Rasiergel

    Du hast trockene Beine nach der Rasur? Hast du mal dein Rasiergel-/schaum überprüft? Da sind in den meisten Fällen Stoffe enthalten, die die Haut sehr austrocknen und reizen. Pfeif auf Sensitiv und Co., auch hier ist der ein oder andere Mist drinnen. Versuch es lieber mal mit einer natürlichen Seife, die Betonung liegt auf natürlich. Die herkömmlichen Seifen wie Dove, Nivea und Co. sind sehr austrocknend und haben eigentlich nichts mehr mit einer Seife gemeinsam. An dieser Stelle ist der Artikel „Natürliche Seife zum Duschen und Rasieren“ hilfreich.

  5. Falsches Duschgel oder falsche Handseife

    Die meisten Duschgele, Duschcremes und dergleichen enthalten zu stark reinigende Tenside. Auch hier: Nivea, Dove und Co. stehen ganz weit oben. Leider enthalten auch manche Naturkosmetik-Marken diese aggressiven Tenside wie z.B. Sulfate. Deswegen schaue immer auf die Zutaten und wenn etwas mit „Sulfate“ endet, dann besser nicht benutzen. Diese können sehr austrocknend wirken. Eine gute Duschcreme ist z.B. die Alverde Ultra Sensitive Duschcreme.

  6. Oft trockene Hände?

    Was in Punkt 5. steht, gilt ebenfalls für Handseife. Die Haut produziert nach jedem Waschen ca. nach 30 min neues Fett. Leider kommen die kleinen Fettminister mit der Produktion oft nicht nach, wenn wir die Haut so oft waschen. Ich glaube niemand wäscht sich so oft die Hände wie ich. Da habe ich eine ganz komische Eigenart. Ich liebe frisch gewaschene Hände und hasse es umso mehr, wenn ich sie nicht oft waschen kann. Ich weiß, unnötig, aber ich arbeite daran. Im Winter merke ich deswegen, dass ich oft trockene Hände habe. Um dem vorzubeugen nehme ich eine natürliche Handseife, die sehr rückfettend ist, wie z.B. die von Dr. Bronner’s. Oder du hast als Hobby Seife sieden. Dieses Hobby habe ich neu für mich entdeckt. Ich bin erstmal für die nächsten Jahre eingedeckt mit guter Seife. Manche haben Lederhaut und vertragen jede Seife, aber wenn nicht, dann solltest du die herkömmlichen Seifen im Pumpspender eher meiden, dann kannst du auch auf den Griff zu künstlichen Handcremes verzichten.

  7. Zu häufiges Duschen

    Im Sommer kommt man meistens nicht drumherum sich jeden Tag zu duschen, aber im Winter reicht es oft aus nur alle zwei Tage zu duschen und Zonen wie A****, Achseln und Co. können separat mit einer Katzenwäsche gereinigt werden 😉 Vor allem kommt es deiner Haut zu Gute, da – wie in Punkt 3. schon erwähnt – die Haut sowieso unnötig strapaziert wird.

  8. Alkohol in Kosmetik

    Die meisten Kosmetikartikel – auch Naturkosmetik – enthalten Alkohol, damit die Creme länger haltbar ist. Je nachdem wie viel davon in der Creme enthalten ist, kann es trotz der feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen zu einer trockenen Haut führen. Auch hier: Typ Lederhaut verträgt es und der andere reagiert mit trockener Haut.

  9. Verwendung eines herkömmlichen Waschmittels wie Persil und Co.

    Diese Waschmittel enthalten aggressive, reizende Tenside und Parfümstoffe. Es wird nicht immer alles herausgewaschen und ein paar Reste bleiben idR immer in der Wäsche zurück. In dem Artikel „Waschmittel DIY“ erfährst du welches Waschmittel ich benutze und wie ich es schnell, einfach und preiswert herstelle. Alternativ kannst du ein gutes Bio-Waschmittel benutzen. Hier gibt es etliche Marken wie z.B. Sodasan, AlmaWin, Klar usw.

Gute Pflegeprodukte

Gesicht:

Wie schon beschrieben benutze ich nur sehr selten Öle, aber wenn ich im Winter merke die Haut spannt etwas, dann kommt Öl zum Einsatz. Und zwar Arganöl oder Mandelöl. Besonders Arganöl ist unserem eigenen Hautfett sehr ähnlich und deswegen zieht es auch schnell ein. Es ist ein sehr feines Öl, im Gegensatz zu Kokosöl und kann auch als Spitzenpflege für die Haare benutzt werden. Angeblich soll es auch der Faltenbildung entgegenwirken ;-). 100 ml Arganöl hat mir für zwei Jahre gereicht. Preiswerte Öle findest du im Shop von Dragonspice oder bei Amazon*.

Anwendung: Gesicht und Hände kurz mit Wasser anfeuchten, 2-3 Tropfen Öl in den Handflächen verreiben und dann in sanften und kreisenden Bewegungen im Gesicht verteilen. Weniger ist hier mehr. Das Wasser öffnet die Poren und so zieht das Öl besser ein. In meiner Region ist das Wasser sehr kalkhaltig und das mag nicht jede Haut. Dafür kannst du dann ein Thermalwasser benutzen. Manche verstehen den Sinn dieses Sprays nicht, aber ich bin absolut ein Fan davon und benutze hin und wieder das Thermalwasser von Avène. Das Spray kaufe ich bei medikamente-per-klick. Oft gibt es das sogar noch günstiger als es dort zur Zeit der Fall ist.

Weißt du was? Diese Methode mit dem Öl verkleinert die Poren, hilft Mitesser loszuwerden und verhindert auch die Neubildung dieser unklaren Dinger.

Kokosöl würde ich nicht als „Creme“ fürs Gesicht verwenden. Kokosöl ist komedogen. Komedogene Inhaltsstoffe sind Stoffe, die im Verdacht stehen, die Bildung von Komedonen d.h. Unreinheiten wie Mitesser und Pickel zu fördern und zu begünstigen. Jede Haut reagiert anderes darauf. Es kann also so sein, dass du von Kokosöl Mitesser und Pickel kriegst, muss es aber nicht.

Kleiner Tipp: in der Apotheke gibt es so Pipettenfläschen. Meine Apotheke „Opp de Eck“ war so freundlich und hat mir das Fläschchen sogar geschenkt (siehe Foto). Dieses fülle ich mit dem Arganöl auf und kann es dann viel besser dosieren.

Körper & Hände:

Freunde, ich sags euch…meine neue Entdeckung: Sheabutter. Diese benutze ich, wenn nötig als Lotion z.B. nach dem Rasieren und sehr gerne für die Hände. Aber Vorsicht was den Geruch angeht. Unraffinierte Sheabutter riecht wie 100 Jahre altes geräuchertes Stück Fleisch. Ich habe selten so ein ekelhaft riechendes Öl gerochen. Deswegen benutze ich eine raffinierte Bio-Sheabutter, die geruchlos ist. Leider sind hier nicht mehr 100 % der natürlichen Pflegestoffe enthalten, wie bei einer kalt gepressten Sheabutter. Falls dich der Geruch nicht stört (manche mögen ihn tatsächlich), dann nimm lieber eine unraffiniert kaltgepresste.
Viele Personen mit Neurodermitis oder anderen Hauterkrankungen haben mit Sheabutter sehr gute Erfolge.

Die Sheabutter fülle ich mir immer in einen kleinen Glastiegel (30 ml), da es so bequemer zu dosieren ist (siehe Foto).

Tipp am Rande: Sheabutter dient hervorragend als After Sun „Lotion“. Die Haut ist nach dem Sonnenbaden sehr strapaziert und wird schnell trocken. Auch bei Sonnenbrand eine gute Lösung.

Die Bio-Sheabutter und den Glastiegel habe ich ebenfalls bei Dragonspice gekauft. Der Glastiegel kostet 75 Cent. Du brauchst von dem Öl und der Sheabutter nur sehr wenig und es hält somit Ewigkeiten.

P.S.: Kokosöl wird im Moment extrem gehypt. Es ist ein gutes Öl und vielseitig einsetzbar doch sind andere Öle mindestens genauso gut oder besser. Ich habe Kokosöl eine Zeit lang als „Handcreme“ verwendet, aber die Sheabutter ist wesentlich angenehmer auf der Haut, zieht besser ein und ist meiner Erfahrung nach vor allem viel pflegender.

Probiere die Tipps mal aus und lass mich wissen wie du damit klarkommst.

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Kommentare (2)

  1. Frank Kröhnert

    Hallo, ich muss da mal eine Erfahrung anbringen, die ich die letzten Wochen gemacht habe. Mir liegt etwas daran, es zu berichten, da mir keiner wirklich helfen konnte. Ich bin mit „Fischhaut“ also Mediziner-Deutsch „Ichthyose“ vor 50 Jahren als ziemlich hässliches Kind mit sehr, sehr vielen Schuppen geboren worden. Mein ganzes Leben habe ich damit verbracht, meiner Haut viel Pflege zu geben – und: auf meinen Säureschutzmantel zu achten. Jetzt, gerade im Februar war die letzten 50 Jahre Dauerkampf angesagt. Trockene Heizungsluft und wenig Zeit für Sport hinterließen Spuren auf meiner Haut. Wenn ich sie mit den vielen Sälbchen, die ich von Hautärzten bekommen habe eincremte, um einigermaßen gepflegt zum Hautarzt zu gehen, und der mir nur sagte: „Sie müssen sich schon mit der Creme einkremen, sonst hilft das nicht…!“ Dann war klar, das dieser Kampf so nicht zu gewinnen war. Im Sommer habe ich – für meine Verhältnisse – wunderschöne Haut -und wenn ich am Meer das Salzwasser an meine Haut lasse, ist alles OK – nur wohne ich leider nicht am mehr, und es ist nicht immer Sommer… In den letzten Jahren gesellte sich noch eine Neurodermitis dazu, die über meinen Körper wandert – dahin, wo es peinlich ist…dahin wo sie lästig ist. Ich hatte UREA-haltige Cremes, natürliche Öle und das ganze Arsenal – auch hydrocortisonhaltige -Cremen….Hauptsache FETT und SAUER und MACH DAS ES NICHT JUCKT!!! Ich ließ mich vor ca. 2 Monaten überreden, es mal mit einem basischen Bad zu versuchen. Der Gedanke, an meine malträtierte Februarhaut basische Substanzen zu lassen, die meinen „Säureschutzmantel“ ZERSTÖREN würden, war mir unheimlich. Ich habe mein ganzes Leben von dem Säureschutzmantel gelesen, der „…sauer sein muss, damit er schützt…“ Aber, wenn der Leidensdruck am größten ist, ist man zu Kompromissen bereit. Ich bestellte mir Rayosole und machte alles so, wie es beschrieben wurde…. 1 Stunde in der Badewanne (38-39 °C, 1 X die Woche und Ablenkung mit bester Unterstützung von NETFLIX 🙂 ) und dann nicht abtrocknen und nach kremen. UND JETZT DAS WUNDER: Seitdem ist meine Haut weich und ich bin nicht mehr der wandelnde Schneesturm – der Hammer. Meine Haut fühlt sich weich an und schuppt nicht die Welt voll. Ich habe ehrlich gesagt überhaupt nicht damit gerechnet. Es ist Februar 2017 und meine Haut ist (komplett ohne nachfettende Creme) frei von Schuppen und Neurodermitis. Meine Stirn (an der sich sichtbar für alle – im Winter Hautschuppen sammelten) sieht aus wie ein Pfirsich (Ok, wie ein etwas älterer Pfirsich). Wer sich da wieder sieht, sollte es wirklich mal mit Basischem Baden versuchen. Das geht sogar mit Kaisernatron aus der Backabteilung (2Päckchen ein Vollbad – evt. noch Salz rein.) Ich selbst benutze sehr gerne Rayosole, das ist eine Mischung aus Salzen, Erden und basischen zutaten. Ich bin der Meinung, dass es mir mehr bringt, und mich nicht so belastet, außerdem riecht es so schön nach Stein. Ich nutze zusätzlich noch Diestel- oder Olivenöl als „Creme“ wenn´s dann doch zu trocken ist (komisch, das ich die Nahrungsmittelabteilungen für meine Kosmetik nutze 🙂 ). Basisches Baden wird gerne zum „Entschlacken“ genutzt, um „Säuren aus dem Körper“ zu transportieren. Ich weiß nicht ob da was dran ist – dem gegenüber ist meine erste Weiche Haut nach 50 „trockenen Jahren“ Realität und kann auch gerne in natura bewundert werden ;). Offensichtlich wird DURCH die Base die Haut dazu angeregt Körperfette zu produzieren. ich weiß nicht genau, wieso das mit der Nachfettung bei mir funktioniert – gänzlich ohne Creme, ich weiß aber DAS es bei mir funktioniert. Probiert es einfach mal 🙂

    • Hi Frank,
      vielen Dank fürs Teilen deiner Erfahrung. Hin und wieder nehme ich auch ein basisches Bad. Ich mag die auch sehr gerne. Gut zu wissen, dass sie die Haut zum nachfetten anregen. Das wusste ich nicht 🙂
      Liebe Grüße
      Ju

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