Obst macht die Zähne kaputt

Obst schlecht für Zähne

Obst sind die Süßigkeiten der Natur. Ist dir aufgefallen, dass ein Großteil der Junkfood Süßigkeiten mit Fruchtgeschmack versehen werden? Obst als Inspirationsquelle für Chemieessen. Wer Obst nicht mag, der hat noch nie richtig leckeres, reifes Obst probiert ;-

Immer wieder hört man, dass Obst die Zähne angreift. Dieser Artikel soll dir die Angst vor Obst nehmen und verhelfen deine Zahngesundheit zu verbessern.

Es besteht überhaupt kein Grund zur Sorge Obst zu essen. Allerdings gibt es ein paar „Regeln“ zu beachten.

Säure und Zucker im Obst

Frisches Obst ist gesund. Das wissen wir alle. Es enthält viele Vitamine, natürlichen Zucker und in unterschiedlichen Mengen auch Säure. Vor allem Trockenobst enthält in konzentrierterer Form Zucker und Säure. Auch wenn Obst sehr gesund ist, lieben die Kariesbakterien Zucker. Streng genommen greift der Zucker allein nicht die Zähne an. Die Bakterien ernähren sich von Zucker. Um den Zucker abbauen zu können, scheiden die Bakterien saure Stoffwechselprodukte aus. Die Säure löst Mineralien im Zahnschmelz und über einen längeren Zeitraum (mehrere Wochen bis Monate) kann Karies entstehen.

Tipp: Nach jeder Obstmahlzeit die Zähne kurz mit Wasser ausspülen. So wird überschüssige Säure und Zucker ausgeschwemmt. Vor allem nach Trockenobst. Bei Trockenobst klebt der Zucker wesentlich stärker als bei frischem Obst an den Zähnen.

Eat your Greens

Grünes Blattgemüse sorgt für eine Reminalisierung der Zähne, wohingegen Säure sie demineralisiert. Ob du nun viel Obst verzehrst oder nicht, die Greens sind der Schlüssel für vieles.

Tipp: Ein halbes Kilo grünes Gemüse sollte drinnen sein. Hört sich viel an? Ich schaffe locker ein Kilo. Es ist Gewöhnungssache. Quetsch mal 500 Gramm Gemüse zusammen. Bleibt nicht mehr viel übrig.

Speichelfluss anregen

Im Zeitalter der gestressten Generation sind wir alle zu Schluckspechten mutiert. Kauen? No need. Ausreichendes kauen regt den Speichelfluss an und der wiederrum schützt den Zahn. Auch Smoothies sollten gekaut werden. Das ist kein Saft.

Tipp: Kauen, viel Kauen.

Nur reifes Obst essen

Früher habe ich Bananen nur grün oder gelb gegessen. Ich werde überall komisch angeschaut, weil meine Banane immer braune Punkte hat. Im Supermarkt werden Bananen mit Punkten teilweise sogar verschenkt. Freunde, erst dann schmecken sind sie reif und schmecken gut.
Unreifes Obst schafft ein einen Überschuss an Säuren im Körper. Um diese Säure zu neutralisieren, zieht der Körper basische Mineralstoffe aus den Knochen und Zähnen. Das gleiche Prozedere passiert übrigens beim Verzehr von tierischen Lebensmitteln (Warum Milchprodukte deinem Körper Kalzium entziehen). Beides kann zur Deminiralisierung der Zähne führen. Dadurch werden sie empfindlicher und anfällig für Karies. Mal abgesehen davon verursacht unreifes Obst Verdauungsbeschwerden. Reifes Obst erkennst du daran, wenn der Mainstream es für verfault oder nicht mehr essbar hält. Mangos beispielsweise müssen von außen weich sein und die Schale den typischen Mangogeruch aufweisen.

Xylit

Xylit ist zwar ein Zucker, aber gut zu den Zähnen. Bakterien futtern ihn auch gerne, aber das Gute an diesem Zucker? Die Bakterien können Xylit nicht verdauen und sterben. Es entsteht keine Säure, somit kann Zahnschmelz nicht angegriffen werden und Karies kommt nicht zustande. Xylit sorgt für ein basisches Milieu im Mund, regt den Speichelfluss an und trägt zur Remineralisierung der Zähne bei.

Tipp: Einen ½ TL Xylit optional nach jeder Mahlzeit in den Mund nehmen und auflösen lassen. Dadurch wird der Speichel angeregt. Die Mischung 1-2 Minuten im Mund hin und her spülen. Danach ausspucken. Nicht schlucken. Den Mund danach nicht mit Wasser ausspülen, damit die Wirkung erhalten bleibt.

Ich trinke jeden Morgen einen Liter Wasser mit einer ganzen Zitrone. Danach spüle ich den Mund mit Xylit aus. Ich habe mit Xylit sehr gute Erfahrungen gemacht.

Zähne richtig putzen

Du solltest eine Stunde mit dem Zähneputzen warten, wenn du etwas gegessen hast, vor allem nach säurehaltigen Mahlzeiten diese Zeit einhalten. Am besten wäre es morgens mindestens eine Stunde vor dem Essen die Zähne zu putzen und abends vor dem Schlafen gehen. Öfters würde ich die Zähne nicht putzen, da man den guten Zahnschmelz runterschrubbt. Der wiederum schützt den Zahn. Weniger ist in diesem Falle mehr, dafür dann aber richtig. (Aritkel verlinken)

Ölziehen

Seit einiger Zeit ist Ölziehen im Trend. Es soll Karies vorbeugen, Zähne aufhellen, für frischen Atem sorgen, bei Zahnfleischbluten helfen, Zahnbelag verringern, bei Mundgeruch helfen und vieles mehr.
Durch das Ölziehen werden Gifte und Säuren aus dem Mund gezogen. Im Vergleich zur Zahnbürste kommt das Öl in jede noch so kleine Ritze.

How To: Zunächst Zungenbelag (lecker) mit einem Zugenscharber entfernen. Das Ölziehen wird vorzugsweise morgens direkt nach dem Aufstehen gemacht. Wichtig ist vorher nicht zu trinken oder zu essen.
Man nimmt 1 El Öl in den Mund und spült, saugt, zieht und schlürft damit 20 Minuten lang den Mund aus. Pausen zwischendurch einlegen ist ok. Das Öl auf keinen Fall schlucken. Das Öl wird gegen Ende weiß. Falls man das Bedürfnis hat das Öl früher auszuspucken, ist das kein Problem. Allerdings sollte danach ein neuer Löffel Öl genommen werden. Insgesamt sollte man auf 20 Minuten kommen. Das Öl am Ende dieser Zeit vorzugsweise in den Müll spucken. Danach den Mund gründlich mit warmen Wasser mehrmals nachspülen. Anschließend wie gewohnt die Zähne putzen.

Welches Öl: Am besten unbehandelte Bio-Öle wie beispielsweise Hanföl, Sesamöl, Sonnenblumenöl oder Kokosöl. Vor allem Kokosöl eignet sich besonders gut, da es eine antibakterielle Wirkung und einen angenehmen Geschmack hat.

Ich persönlich habe es schon ein paar Mal versucht und muss zugeben -> bah! Ich war nicht so begeistert davon, weil diese Ölmischung im Mund nach einiger Zeit ekelhaft war und mein Würgereflex nur eine minimale Schmerzgrenze aufweist. Ich werde dem Ganzen jedoch noch eine Chance geben aufgrund vieler positiver Erfahrungen anderer. Ich werde zunächst nur einen Teelöffel Kokosöl nehmen und die Zeit verkürzen.

Karies ist zur Volkskrankheit geworden. Allein 99 % der Deutschen leiden an Karies. Kein Wunder, bei dem was wir essen. Das geht nicht mehr als Nahrung durch.

Grund für Karies sind nicht ein paar Stücke Obst, sondern Weißmehlprodukte, zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel und ähnliche Verdächtige. Also keine Angst vor Obst, greif zu. Seitdem ich mich rein pflanzlich ernähre ist meine Zahngesundheit so gut wie noch nie. Übrigens, Fluoride in Zahnpasta würde ich auch komplett meiden, aber das eröffnet wieder ein neues Thema 😉

Kommentare (2)

  1. Ich bin bisher ehrlich gesagt nie auf die Idee gekommen, Obst für Zahnprobleme verantwortlich zu machen. Klar ist der Zucker und die Säure nicht optimal. Aber ganz ehrlich, bei dem ganzen Zucker, den die Meisten zu sich nehmen – ohne es zu merken – ist Obst ja nun wirklich das geringste Problem. Ich kann jedem nur raten, mal den eigenen Zuckerkonsum zu kontrollieren und da gegebenenfalls etwas ändern. Für nen erfolgreichen Zuckerentzug gibt es auch richtig gute Ratgeber im Netz, z.B.: http://foodforfitness.de/zuckerentzug/
    danach sollte das bisschen Zucker im Obst kein Problem für die Zahngesundheit darstellen.

    Lg Jette

    • Hi Jette,
      du sagst es, beim Zuckerkonsum fängt es an. Aber wie sagt McDougall immer so schön: „People love to hear good news about their bad habits.“ Ich höre immer wieder so Sätze wie: „Ein Glas Wein pro Tag und Schokolade sind gesund.“ Ist klar 😀
      Deswegen hör ich leider auch zu oft, dass Obst böse sei, weil Obst Zucker hat. Hat natürlich aber nichts mit Haushaltszucker zu tun.
      Liebe Grüße
      Ju

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