Vegane Ernährung während der Schwangerschaft

Vegane High Carb Ernährung während der Schwangerschaft

Eine Frau, die sich während der Schwangerschaft vegan ernährt stößt auf gleiche, empörte Gesichter in unserer Gesellschaft wie als würde sie während der Schwangerschaft rauchen, Alkohol trinken und koksen.

Viele Frauenärzte raten werdenden Müttern von einer veganen Ernährung während der Schwangerschaft ab. Wenn ich dann frage warum, dann wird mir kein fundiertes Argument genannt. Es ist traurig, dass Ärzte heut zu Tage so eine miserable Ausbildung bekommen und viele unqualifizierte Ratschläge von sich geben. Ein Arzt, der es besser weiß ist Dr. McDougall. Seit 40 Jahren behandelt er seine Patienten ausschließlich mit einer rein pflanzlichen Ernährung und darunter auch Schwangere.

Folgende Punkte basieren auf seinen Empfehlungen.

 

Eine Schwangerschaft ändert die menschliche Ernährung nicht

Alle großen, schlanken Populationen in der menschlichen Geschichte haben die Mehrheit ihrer Kalorien von Stärkelebensmitteln erhalten. Asiaten essen Reis, Süßkartoffeln und Buchweizen; Inkas in Süd Amerika Kartoffeln, Mayas und Azteken in Zentral Amerika Mais, Ägypter im Mittleren Westen Weizen. Fleisch wurde, wenn überhaupt, nur minimal konsumiert und Milchprodukte überhaupt nicht. Aus diesem Grund zeigen wissenschaftliche Dokumentationen, was Menschen über die letzten 13.000 Jahren gegessen haben und das sagt auch aus was die ideale Ernährung für eine schwangere Frau ist. Das ist eine Ernährung reich an Stärke (Reis, Mais, Kartoffeln, Bohnen, etc.) mit der Zugabe von Gemüse und Obst (McDougall, 2011, S. 1-2).

 

Morgendliche Übelkeit schützt das Baby vor Fleisch

Die allzeit beliebte morgendliche Übelkeit im ersten Trimester der Schwangerschaft ist ein Mechanismus, der Mutter und Embryo schützt. So sorgt der Körper dafür, dass bestimmte Lebensmittel, die dem Ungeborenen und der Mutter schaden, nicht konsumiert werden. Schätzungsweise zweidrittel der Frauen erfahren diese Übelkeit oder sogar Erbrechen. Die gute Nachricht: Frauen, die diese morgendliche Übelkeit aufweisen haben ein geringeres Risiko auf Fehlgeburten. Untersuchungen ergaben, dass vor allem Abneigungen gegenüber Fleisch, Fisch, Geflügel und Eier auftraten (McDougall, 2011, S. 3).

 

Nahrungsergänzungsmittel sind nicht empfehlenswert

Während der Schwangerschaft wird besonders gerne Folsäure supplementiert. Hoch konzentrierte, isolierte Vitamine können jedoch Mutter und Kind einem hohen Risiko aussetzen. Diese Vitamine kreieren ein Ungleichgewicht im Körper. Supplementierte Folsäure kann beispielsweise das Risiko für Autismus und Asthma beim Kind erhöhen.

Finger weg von sogenannten „Schwangerschaftsvitaminen“. Alle Vitamine, die Frau und Baby brauchen sind in einer rein pflanzlichen, stärkebasierten Ernährung vorhanden. Das einzige Vitamin, welches während der Schwangerschaft empfehlenswert ist, das ist B12 (mindestens 5 Mikrogramm täglich) (McDougall, 2011, S. 4).

Vitamin B12 ist ein Mikroorganismus und kein Vitamin im herkömmlichen Sinne. Diese Mikroorganismen befinden sich beim Menschen hauptsächlich im Dickdarm. Auch Tiere und Bodenbakterien enthalten diese Bakterien. Menschen scheiden dieses Bakterium jedoch aus und müssen es durch die Nahrung aufnehmen. Es ist ein Mythos, dass nur Veganer einen Vitamin B12-Mangel erleiden können. Vitamin B12 Vorkommen hängt nicht von Tieren, sondern von dem Vorhandensein bestimmter Mikroorganismen ab. Mutter Natur ist nicht mehr das was es mal war mit den Mikroorganismen. Vitamin B12 in kleinen Mengen zu supplementieren kann somit für jeden sinnvoll sein.

Eine ehemalige Landwirtin geht näher im Video Vitamin B12 || die ganze Wahrheit näher auf das Thema ein.

 

Fisch und dessen Omega-3 Fette wirken sich nachteilig auf die Schwangerschaft aus

Kein Wunder, dass Menschen Angst haben zu wenig Omega-3 Fettsäuren (wie DHA und EPA) aufzunehmen, wenn man mit Geschichten wie „Hirnschäden“ in Berührung kommt. Es gibt keinen Beweis, dass die steigende Aufnahme von DHA (pflanzliches) bei schwangeren und stillenden Müttern, irgendeinen Effekt auf das Baby haben. Jedoch gibt es wesentliche Beweise dafür, dass eine hohe Aufnahme von Fischfett sich nachteilig auf Mutter und das Baby auswirken. Es erhöht das Gewicht des Babys und das wiederum kann zu Verletzungen während der Geburt oder einem Kaiserschnitt führen. Ebenso ist ein Anstieg bei Säuglingssterblichkeit bei fischessenden Populationen zu verzeichnen. Weiterhin kann die Einnahme von Fischölkapseln zu Bluthochdruck bei Müttern führen.

Alle Pflanzen enthalten genug Omega-3 Fettsäuren. Man muss kein zusätzliches Fischöl, Leinöl, Leinsamen, Walnüsse oder dergleichen konsumieren. Mit der Ernährung nach Dr. McDougall* ist man ausreichend versorgt. Der Mythos, man müsse zusätzlich Omega-3 durch Fischöl konsumieren, kommt von der Fischindustrie.

Finger weg von Meeresfrüchten und Fisch. Besonders Fisch ist die Hauptquelle für giftiges Methylquecksilber. Das kann das Gehirn des Babys schädigen, Gedächtnisverlust, Lernschwächen usw. verursachen. Selbst winzige Mengen können die Entwicklung des Fötus schädigen (McDougall, 2011, S. 4).

 

Kalzium und Protein

Diese beiden sorgen bei Eltern immer noch für Panik. Eltern sind völlig verwirrt durch Fehlinformationen der Milch- und Fleischindustrie. Milchprodukte entziehen dem Körper sogar Kalzium. Artikel: Warum Milchprodukte deinem Körper Kalzium entziehen.

Alle Pflanzen enthalten mehr als genug Protein für das Baby. Muttermilch enthält beispielsweise im Schnitt nur um die 5 % Protein. Kuhmilch vergleichsweise fast dreimal so viel.

Kuhmilch ist die Nahrung für Kälber. Diese wachsen innerhalb eines Jahres zu dicken, riesigen Kühen heran. Will man von seinem Baby eine dicke Kuh machen, dann ist Kuhmilch genau das Richtige. Warum wachsen Kälber so schnell und werden so groß? Weil Kuhmilch speziell für die Spezies Kuh ausgelegt ist und nicht für die des Menschen. Kuhmilch enthält über 80 Hormone, die alles im Körper zum Wachsen anregen. Östrogen, Progesteron, Insulin und der Hautwachstumsfaktor EGF sind nur ein Bruchteil dieser Hormone (Freedman & Barnouin, 2008, S. 152).

The World Health Organization empfiehlt während der Schwangerschaft 6 % der täglich konsumierten Kalorien durch Protein zu decken und eine stillende Frau benötigt 7 %. Diese Menge ist spielendleicht durch pflanzliche Quellen zu decken (McDougall, 1997, Newsletter).

%-Kalorien von Protein:

  • Reis 8
  • Mais 12
  • Gebackene Kartoffel 10
  • Pinto Bohnen 24
  • Broccoli 43 (wow!)
  • Blumenkohl 33
  • Zucchini 17
  • Orange 9
  • Erdbeeren 8

Biologisch angebaute Lebensmittel ohne Pestizide sind natürlich das Optimum. Aber der noch viel größere und wirklich wichtigere Schritt ist ALLE tierischen Lebensmittel vom Speiseplan zu streichen. Fleisch enthält bis zu 14-mal mehr Pestizide als Obst und Gemüse. Milchprodukte weisen immer noch 5-mal höhere Werte auf als rein pflanzliche Lebensmittel (Freedman & Barnouin, 2008, S. 52).

Weiterhin können pflanzliche Lebensmittel genetische Schäden reparieren, besonders die das Nervensystem betreffen (z.B. offener Rücken). Auch Männer profitieren von einer rein pflanzlichen Ernährung. Pflanzen machen tolles Sperma 😉 (McDougall, 2011, S. 3).

Ein weiterer Bonus einer rein pflanzlichen Ernährung ist, dass sowohl Mutter als auch Baby ein gesundes Gewicht erreichen. Man fühlt sich energiegeladen und hat weniger Wassereinlagerungen. Rundum ist es eine angenehme und schöne Schwangerschaft wie viele Pflanzen-Mamis berichten (McDougall, 1997, Newsletter).

Eine gesunde Mutter und Baby sind somit nicht nur Glück. Wir haben es zu einem großen Teil selber in der Hand.

 

Empfehlenswerte Literatur

China Study – Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise*

Die High-Carb Diät* (von Dr. McDougall)

InterEssen: Ernährungswissenschaft zwischen Ökonomie und Gesundheit*

How Not to Die: Discover the Foods Scientifically Proven to Prevent and Reverse Disease*

The Low-Carb Fraud*

Quellen

Freedman Rory & Barnouin Kim, (2008), Skinny Bitch – Die Wahrheit über schlechtes Essen, fette Frauen und gutes Aussehen, Goldmann: München

drmcdougall, 2011, The McDougall Diet for Pregnancy abgerufen am: 25.05.2016 von https://www.drmcdougall.com/misc/2011nl/jan/pregnancy.pdf

drmcdougall, 1997, NUTRITION FOR PREGNANCY, abgerufen am: 25.05.2016 von https://www.drmcdougall.com/newsletter/march_april97.html

 

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Kommentare (9)

  1. Toller Artikel, vielen Dank. Schön, dass sich so langsam einige an das Thema „vegan in der Schwangerschaft“ ran trauen. Als ich schwanger war, war wenig zu finden und ich habe mich oft verunsichern lassen…
    Meinem Arzt habe ich es nicht extra erzählt. Für mich ist es nichts besonderes und warum das dann extra breittreten und angriffsfläche bieten?.. Meine Hebamme wusste es und die war total offen dafür und sah gar keine Probleme (eher im Gegenteil).
    Folsäure habe ich nur die ersten 12 Wochen genommen und bevor ich schwanger wurde (die aktive Planungsphase halt :-p)
    Meine Tochter war ein fast 4kg schweres Gemüsebaby und ist Samstag 2 Jahre alt geworden und freut sich bester Gesundheit 😉

    • Danke Julia 🙂
      Das ist toll, dass deine Hebamme offen dafür war. Würde es auch wie du machen und den Ärzten nichts sagen:D
      Auf jeden Fall toll zu lesen (auch für andere), dass es bei dir gut geklappt hat mir der Ernährung und aus dem Baby keine Aubergine geworden ist 😉

  2. Käthe

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel. Ich bekomme jetzt schon Schnappatmung wenn ich mal mit Schwiegermutter und Co. über dieses Thema diskutieren darf. Dabei ist das Thema Baby noch nicht mal auf dem Tisch…

    • Danke für deinen netten Kommentar 🙂
      Oh ja, das kenne ich. Ich kriege mittlerweile auch von Leuten Ratschläge über DRITTE, die ich in meinem ganzen Leben noch nie gesehen habe, nieeeemals vegan zu ernähren in der Schwangerschaft. Wenns um pflanzliche Ernährung geht, dann wird jeder Bratwurst-Konsument zum Ökotrohpologen. Nicht unterkriegen lassen 😉

  3. Veronika

    Liebe Julia!
    War bisher immer stiller Mitleser und in vielen Artikeln sprichst du mir aus der Seele. Aber diesmal muss ich aus eigener Erfahrung widersprechen. 🙂
    Ich bin noch nicht so lange dabei, mich gesund und möglichst nur pflanzlich zu ernähren. Etwa 2 Jahre, wobei ich schon viel länger Tierprodukte mit schlechtem Gewissen zu mir genommen hab. Damals fehlte mir noch das Know-how und das letzte Quäntchen Überzeugung, um es durchzuziehen. Jetzt bin ich zum zweiten Mal schwanger und meine Ekel- bzw. Hungergefühle unterscheiden sich sowohl komplett von der 1. Schwangerschaft als auch von meiner gegangen Zeit davor. Obwohl ich auf B12 und Eisen geachtet habe, habe ich momentan eine unbändige Lust auf Fleisch. Es ist als wäre ich ferngesteuert und irgendwie umprogrammiert worden. Das bringt mich doch eher zu der Überzeugung,dass jeder unterschiedlich ist und das nur der eigene Körper am besten weiß, was er gerade braucht. Versteht mich nicht falsch, ich finde Tierleid auch schrecklich. Aber ich glaube, vom genetischen Programm ist vielleicht doch mehr vorgesehen als Pflanzennahrung. Oder anders ausgedrückt: es war schon immer von der Witterung, Sonneneinstrahlung, Angebot, Breitengraden usw abhängig, was unsere Vorfahren gegessen haben. Der Mensch ist vor allem ein Meister der Anpassung. Auch unser Gebiss und die Verdauungsorgane sprechen dafür. Auch die angesprochenen Naturvölker haben Fleisch gegessen. Die amerikanischen Ureinwohner z.B. die Bisons. Was sie natürlich von unserer heutigen degenerierten Rasse Mensch unterscheidet, war die Achtung vor der Natur und vor Lebewesen.
    Warum wollt ihr das euren Ärzten verheimlichen? Den Tipp finde ich eher gefährlich, denn so wird vielleicht eine tatsächliche Mangelerscheinung,die das Ungeborene gefährdet, nicht erkannt. Wie soll auch ein Umdenken bei den Ärzten stattfinden wenn die Veganer einfach nichts sagen? Andersrum, wenn ihr als Veganer Schwangere Top- Blutwerte habt, ist es doch das beste Argument.
    Schöne Grüße, Veronika

    • Hi Veronika,
      freut mich, wenn ein stiller Leser auch teilhat an der Konversation. Immer her damit 🙂
      was ich hier geschrieben habe ist nicht meine Meinung, falls das so rüberkam 😉 Ich hab Dr. McDougall zitiert. Die Studien, auf die er verweist befinden sich in den Quellen. Ich war selber noch nicht schwanger und kann zu den „Gelüsten“ nichts sagen. Ich hab auch nicht erwähnt, dass Frauen NIE Gelüste auf Fleisch haben. Ausnahmen bestätigen die Regel. Nur weil man Gelüste hat auf Lebensmittel XY, heißt das noch lange nicht, dass diese gesund sind.
      Die erwähnten Völker haben Fleisch gegessen, aber das waren nur ein paar Prozent ihrer ganzen Nahrung. Unsereins konsumiert nicht nur ein paar Prozent, sondern einen großen Teil tierischen Ursprungs. Einer Kuh kann man auch Fleisch geben zum fressen, sie wird es verdauen können. Unser Verdauungsorgan unterscheidet sich übrigens stark von Fleischfressern. Hunde beispielsweise haben auch eine zehnmal agressivere Magensäure als wir. Deswegen verdaut bei ihnen das Fleisch viel schneller als bei uns. Zum Thema, ob wir nun Pflanzen- oder Fleischfresser sind hier ein guter Artikel: http://www.rohkost1x1.de/fleisch-oder-pflanzenfresser/ Das ist richtig, dass damals vieles von den Breitengraden, Witterung, etc. abhängig war. Die Völker jedoch, die viel Fleisch aßen starben viel früher oder hatten häufiger Krebs und dergleichen. Wir können grad übers Internet komunizieren dank der Agrarwirtschaft und nicht dank der Viehzucht. Ohne Pflanzen säßen wir jetzt nicht hier. Falls dich das Thema interessiert, kann ich „The Pleasure Trap“ empfehlen. Da steht viel bezüglich der Ernährung von damals, Fortschritt, etc.
      Unser Körper ist unglaublich und passt sich auch an, wenn ich jeden Tag rauchen würde. Manche werden auch hundert damit. Es heißt aber noch lange nicht, dass die Zigaretten optimal sind für den Körper. Nur weil wir etwas tun könne, heißt es nicht, dass wir es tun sollten. So ist es mit der Ernährung auch, der Körper passt sich bis zu einem gewissen Grad an, aber unsere Volkrankheiten (Krebs, etc.) entstehen zum größten Teil durch eine Ernährung, die reich an tierischen Lebensmittel ist.
      Zum Thema Ärzte: „There are two kinds of cardiologists. Vegans and those who haven’t read the data.“ (Dr. Kim Allan Williams). Das ist das Problem mit der Mehrheit der Ärzten. Glaubst du wirklich ich kann einen Arzt überzeugen, dass er auf dem falschen Weg ist mit seinem Ratschlag bezüglich Ernährung? Das ist so als würde ich meinem Professor sagen er hat keine Ahnung wovon er spricht. Das stößt nur auf Widerstand. Und wenn man sagt man ernähre sich vegan, dann schreien die meisten Ärzte direkt das sei nicht gut. Nichts untersucht und direkt Behauptungen ins Blaue rufen. So viel zum Thema Mangelerscheinungen. Es mag da vllt offene Ärzte geben, aber im Bekanntenkreis war es bei Schwangeren immer das Gleiche mit den Ärzten. Nur Diskussionen. Ich glaube als Schwangere kann man den Stress nicht gebrauchen und es liegt nicht ihrer Aufgabe den Arzt zu zu überzeugen. Das kann auch jeder handhaben wie er möchte. Es gibt hier ja kein „how to act with a non vegan medical“ 😀
      Der Fisch stinkt vom Kopf. Es sollte sich etwas an der medizinischen Ausbildung ändern. Klein Ju macht zunächst Aufklärung übers Internet. Wenn ich jedoch merke ein Arzt ist offen, dann kann man es natürlich erzählen. Das kann jeder handhaben wie er möchte.
      Es gibt ein paar leidenschaftliche Ärzte, die ihre Ausbildung durch regelmäßige Eigenrecherche aktualisieren (siehe Dr. Greger, Dr. McDougall und Co.) und ihre Informationen mit anderen teilen. Sie stößen auf so viel Widerstand, aber bei manchen kommt es dennoch an. McDougall macht es schon seit vierzig Jahren und sooo ganz langsam tut sich etwas in der Medizin. Aber besser langsam, als überhaupt nicht. Menschen brauchen ewig sich aus alten Gewohnheiten und Regeln loszulösen.
      Und bezüglich Mangelerscheinung. Was braucht man als Mutter/Baby an Mikronährstoffen, die nicht alle reichlich in pflanzlichen Lebensmittel vorkommen? Das erschließt sich mir nicht. Alle Mütter können unbedenklich eine rein pflanzliche Ernährung reich an Obst, Gemüse, Stärke und Hülsenfrüchten verfolgen. Es gibt hier keinen Grund zur Sorge für die Mammis, ganz im Gegenteil 🙂
      Ich hoffe die Zweifel/Unklarheiten haben sich geklärt, ansonsten gerne nachfragen. 🙂

      Liebe Grüße
      Ju

      P.S.: Also mit Rechtschreibung habe ich es nicht so, wie man unschwer in meinen Artikel erkennen kann. Also alles easy, darauf achte ich nicht 🙂

  4. Veronika

    Sorry wegen den Rechtschreibfehlern durch die Autokorrektur.

  5. Veronika

    Hey, cool, dass du so ausführlich geantwortet hast! Das mit dem Aufklären kenn ich auch; bei mir geschieht das vor allem direkt in meinem Umfeld, die fast alle auf dem Paleo-Trip und das absolute Gegenteil von vegan sind. 😉 Ich kenne so viele Leute, die fast panische Angst vor Kohlenhydraten haben und denken, von einer Kartoffel wird man sofort dick. Ich finde das so wichtig, dass du über das Internet aufklärst und hoffe, dass du ganz viele gefährdete Teenies erreichst. Das hätte ich mit 13 auch schon lesen sollen, dann wäre mir viel erspart geblieben. Bin auch durch dick und dünn gegangen. Wollte auch nur meine aktuelle Erfahrung teilen, die mich selbst richtig stutzig macht. Hab mir mein veganes Leben schon so schön“eingerichtet“, und jetzt das… Vorher Abneigung vor Fleisch und Milchprodukten, jetzt das Gegenteil. Dafür graust mir momentan bei dem Geruch von Soja. Ich glaube einfach, dass wir noch lange nicht alles über den menschlichen Körper und die Ernährung wissen und freue mich, wenn die Wissenschaft hier voranschreitet. Die Unsicherheit geht nämlich immer weiter: wie sieht es bei vegan ernährten Kleinkindern und Kindern aus? Hier gibt es noch viel zu wenige Langzeitstudien. Jeder will ja nur das Beste für seine Kinder und solange die offizielle Empfehlung ausgewogene Mischkost lautet, wird sich nicht so viel ändern.
    Wünsche dir ein schönes Wochenende! Lg

    • Klar doch 😉 ruhig fragen, wenn was unklar ist. Ich versuche nach bestem Gewissen, Recherche und Wissen hier alles wiederzugeben. Ich bin Gott sei Dank nicht allwissend und muss selber noch vieeeel lernen ☺
      Ja, im Moment ist bei vielen die Ernährung ein ganz wichtiges Thema. Somit ist vegan, Paleo und Co. im Moment am boomen. Leider geht auch Hand in Hand mit ein den „perfekten“ Körper zu haben und es wird wie irre Sport gemacht. Ich dachte zunächst auch, dass nur Teenies betroffen seien, aber viele haben noch mit mitte dreißig damit zu kämpfen. Das Internet verbreitet viel Schmu, aber man kann auch viel Gutes damit machen 😀

      Das ist auch super, dass du deine Erfahrung teilst. Grad für die anderen Leser. Ich hab zwar nie Gelüste auf tierische Lebensmittel, aber ganz ehrlich, wenn ich manchmal irgendwo am Restaurant vorbeigehe riechen manche Gerichte mega lecker und da ist tierisches drinnen. Also heißt ja auch nicht, dass es nicht schmeckt 😀
      Mach dir da keinen Stress, die Schwangerschaftsgelüste- abneigungen sind ja auch nur für einen kurzen Zeitraum.

      Definitiv wissen wir noch nicht alles über den menschlichen Körper und die Ernährung. Das werden wir auch nie. Ich glaube, das ist auch ganz gut so. Jedoch weiß die Wissenschaft, dass die pflanzliche Ernährung im Moment am optimalsten ist für den menschlichen Körper. Wie viele Mikrofitzelgramm an Mikronährstoffen jetzt tatsächlich besser sind, das ändert sich ja ständig.
      Die Empfehlungen der DGE beispielsweise sind schon teilweise weit überholt und veraltet. Die können an der Menge der jeweiligen Nährstoffe so schrauben wie es grad passt. Da kann ich das Buch „Whole“ empfehlen. Sorry, ich und meine Bücher 😀 Muss natürlich nicht jeder alles lesen, erwähne es nur, falls Interesse besteht 😉

      Bei Kindern ist man immer vorsichtig und will das Beste für sie. Kann ich sehr gut verstehen, dass man da als Eltern manchmal gar nicht weiß was denn jetzt richtig ist. Aber Kinder sind auch nur Menschen und keine abgespacte Spezies. Warum sollte für sie wichtig sein ein Glas Milch zu trinken, wenn es über 80 Hormone enthält oder ein Stück Fleisch und das darin enthaltene Protein Krebs fördert oder andere Krankheiten? Hingegen habe noch nirgendswo lesen können, dass ein Apfel ungesund sei. So was hinterfrage ich dann und schau mir an was die Wissenschaft sagt und vor allem die eigene Gesundheit. Klar, weiß die Wissenschaft nicht alles und je nachdem von wem die Studien gefördert werden, kommt genau das Ergebnis raus was gewünscht wird. Aber die Ergebnisse der Pflanzen-Befürworter-Ärzte sind bis dato die zuverlässigsten und diese sprechen für sich. Die wurden von keinem Getreidebauern oder Monsanto gesponsert 😀 Die Ärtze wurden sogar von renommierten Universitäten degradiert, diese armen Männer, die einfach nur nach der Wahrheit gesucht haben. Die Wahrheit will man nicht hören, wenn diese das komplette Gesundheitssystem auf den Kopf stellt. Die Pharmaindustrie kommt richtig ins Schwitzen.

      Vielen Dank auf jeden Fall für deine rege Teilnahme hier. Finde es spannend was andere da so für Erfahrungen gemacht haben.

      Ich wünsche dir ebenfalls ein schönes Wochenende, liebe Veronika 🙂
      Ju

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