Angeblich soll Soja das Östrogen steigen lassen, das Testosteron sinken lassen und viele anderen Ammenmärchen hört man über den Konsum von Soja. Soja enthält Phytoöstrogene. Kuhmilch hingegen enthält über 80 Östrogene, Progesteron, Insulin, den Hautwachstumsfaktor EGF und viele andere Hormone (Freedman & Barnouin, 2008, S. 152).

Soja ist nicht gleich Soja

In Asien wird Soja seit über 5000 Jahren konsumiert. Würde an der Theorie Soja = bedenklich was dran sein, dann gäbe es heute einen Männer-BH bei H&M für 14,99 €.

Zusammenfassend gibt es keine seriösen öffentlichen Studien, die einen Zusammenhang zwischen Sojakonsum und Krankheiten belegen können. Studien, die angeblich besagen, dass Soja Krebs etc. auslöst, wurden an Ratten durchgeführt, die ausschließlich hochkonzentriertes, isoliertes Sojaprotein bekommen haben. Phytoöstrogene sind wichtig für den menschlichen Körper, jedoch nur, wenn sie natürlich gegessen werden. Sojaprotein und Co. sind es nicht, sondern nur noch bleibende Pharmazeutika.

Hoch konzentriertes Soja wird sogar in der Pharmazie genutzt, um beispielsweise Frauen in ihrer Menopause gegen ankämpfende Symptome zu behandeln. Das Zeug ist gefährlich und hat Nebenwirkungen. Das hat rein gar nichts mit einer Sojabohne am Hut.

Obst in seiner natürlichen Form ist sehr gesund, aber eine Zitronenlimonade mit hochkonzentriertem Fruktosesirup nicht. Zwei Gramm Salz braucht der Mensch pro Tag, aber bei 100 g pro Tag stirbt er. Nährstoffe darf man somit nicht isoliert betrachten, vor allem nicht in konzentrierter und in hoch verabreichter Form.
Also lasst uns aufatmen: die Sojabohne ist ein gesundes Lebensmittel. Sojabohnen, Sojamilch, Miso oder wenig verarbeiteter Tofu sind gut und können ohne Bedenken 5 % der täglichen Nahrung ausmachen.

Es wäre ratsam die Fingerchen vom Fakefood zu lassen, sprich Sojaschnitzel, Tofuwurst, Fitnessriegel, Sojaburger, Sojaprotein und Co. Diese werden aus isoliertem Sojaprotein hergestellt und sollten gar nicht oder nur selten verzehrt werden.

Ich ernähre mich seit fast drei Jahren pflanzlich und kann an beiden Händen abzählen wie oft ich diese Art von Ersatzprodukt gegessen habe. Das große Durcheinander in der Geschichte der menschlichen Ernährung sorgt für viel Verwirrung.

Der einzige Grund warum der Konsum von natürlichen Sojaerzugnissen in Grenzen gehalten werden sollte, ist der hohe Fettgehalt dieser Böhnchen. Deswegen sollte Soja auch nur einen kleinen Teil der Ernährung ausmachen, genauso wie Nüsse, Avocados und Samen.

Übrigens, Saaten, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, BIER, Wein, Whiskey und viele andere Lebensmittel enthalten ebenfalls Phytoöstrogene. Um es in den Worten von „Der Artgenosse“ auszudrücken: „Bemerkenswert ist auch, wie vehement oft versucht wird der vermeintlichen Gesundheitsschädlichkeit von Soja zu argumentieren, während man es bei den Dingen, die man selbst konsumiert dann aber nicht so eng sieht.“

By the way, Soja hat sogar viele positive Eigenschaften. Die darin enthaltenen  Phytoöstrogene schützen sogar vor Brustkrebs. Rate mal woher die Panikmache bezüglich “Soja ist bedenklich” kommt? Von der Milchindustrie, weil sie fürchtet durch die gesteigerte Nachfrage an Pflanzenmilch Einbüßen beim Verkauf zu verzeichnen.

Genieß deine Sojamilch!

Quellen

Freedman Rory & Barnouin Kim, (2008), Skinny Bitch – Die Wahrheit über schlechtes Essen, fette Frauen und gutes Aussehen, Goldmann: München

drmcdougall, 2005, Soy – Food, Wonder Drug, or Poison? abgerufen am: 25.05.2016 von https://www.drmcdougall.com/misc/2005nl/april/050400pusoy.htm

The Truth about Soy

 

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