Lernen, Putzen, Aufräumen, Einkaufen, Wäsche machen usw. Alles Dinge, die gemacht werden müssen, aber nicht für große Euphorie bei den meisten sorgen.

Morgens nehme ich mir vor für die Klausur zu lernen und am Ende des Tages habe ich effektiv eine Stunde gelernt. Doch gefühlt bin ich so kaputt, als hätte ich den ganzen Tag gelernt.

Warum? Mein ganzer Tag drehte sich gedanklich um nur die eine Sache. Nicht wirklich produktiv gewesen und gleichzeitig nicht entspannen können. Wer kennt das nicht?

Dieser unbefriedigende Zustand änderte sich, als ich vor ein paar Jahren mit der Pomodoro-Technik nach Francesco Cirillo vertraut wurde.

 

Wie funktioniert die Pomodoro-Technik?

Schritt 1) Was musst du am Tag XY alles erledigen? Am besten schriftlich festhalten, um den Aufwand abzuschätzen

Schritt 2) Bereitstellen, was du dafür brauchst, z. B. Bücher, Stifte etc. So stellst du sicher, nicht erst zu Beginn zu suchen, wenn du schon am Arbeiten bist

Schritt 3) Beim Lernen oder anderen Aufgaben für keine Ablenkungen sorgen. Keine E-Mails, Internet etc. Am besten du gehst in den Flugmodus

Schritt 4) Timer auf 25 Minuten setzen, arbeiten und Vollgas geben

Schritt 5) Nach diesen 25 Minuten eine Tomate (Kreis) mit einem X durchstreichen und eine 5-minütige Pause einhalten. Trink was, vertrete dir die Beine oder ähnliches

Schritt 6) Nach vier Tomaten eine längere Pause machen 15–20 Minuten

Merke: Am Stück schafft man meistens nicht mehr als 6 Tomaten, darüber hinaus erzeugt man meistens nur Passata.

 

Warum ist diese Technik gut?

Man arbeitet nicht gegen die Zeit, sondern mit ihr. Die 25-Minuten-Blöcke sind überschaubar und man ist hocheffizient. Wichtig ist das Einhalten der 5-minütigen Pause und das anschließende Durchstreichen der Tomate. Das bewirkt ein Erfolgsgefühl.

Wenn man am Ende des Tages – auf beispielsweise 10 Tomaten – zurückschaut, dann ist das sehr motivierend zu sehen, was man geschafft hat. Es motiviert am nächsten Tag damit fortzufahren und dient weiterhin zur Selbstreflexion.

Man kriegt mehr geschafft mit dieser Technik, sodass am Ende des Tages mehr Zeit übrig bleibt für die schönen Dinge des Lebens.

Während meiner Klausurphasen habe ich leere Blätter an die Wand gehängt und mit erledigten Tomaten gefüllt. Am Ende der Klausurphase konnte ich reflektieren, was ich tatsächlich geschafft habe und voller Freude die Tomaten in die Papiertonne klatschen. Super Gefühl.

Zur Abwechslung malte ich nach jeden 25 Minuten ein Gesicht, statt eines durchgestrichenen Kreises. Am Ende des Tages lachten mich die „kunstvollen“ Faces an.

Auch für den Haushalt wende ich mittlerweile diese Technik an und schaue nicht mehr verträumt – mit dem Putzlappen in der Hand – an die Wand.

Probiere die Pomodoro-Technik aus und lass mich wissen, wie es bei dir gelaufen ist.

PS: Es gibt auch diverse Apps in diese Richtung, wie z. B. Be Focused. Doch in Papierform hat diese Technik einen psychologischen Effekt.

PPS: Falls du während des Arbeitens am Laptop sehr abgelenkt bist durch Internetsurfen, kann ich dir die App SelfControl empfehlen.

About Ju

Satt sein ohne Portionskontrolle, will das nicht jeder? Das war bis vor ein paar Jahren unmöglich für mich ohne zuzunehmen. Anfang 2014 entdeckte ich die pflanzliche Ernährung. Ich wurde über Nacht satt, war meinen Heißhunger los und Jojo-Diäten gehörten der Vergangenheit an.

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